Aktuelles

 

Internationale Artenschutzkonferenz

Gerfalken, Schneehühner und Klimawandel“

 

Die Auswirkungen des vom Menschen verursachten Klimawandels

auf viele Tier- und Pflanzenarten werden seit längerer Zeit von der

Wissenschaft diskutiert.

Da diese Veränderungen in der Arktis besonders gravierende

Ausmaße annehmen, wurde vom 1. bis 3. Februar 2011

 eine internatonale Tagung an der Boise State Univerity abgehalten,

die von einem breiten Spektrum aus Forschern, Studierenden,

Artenschützern und auch verantwortlichen Entscheidungsträgern

besucht wurde.Wissenschaftler aus den USA, Kanada, Russland

und Skandinavien nutzen diese Plattform, um ihre Ergebnisse und 

ihr Wissen auszutauschen sowie die Weichen für künftige

Forschungen zu stellen.

 

 

Besonders erfreulich ist, dass die Ergebnisse dieser Tagung in Form von 73 Forschungsaufsätzen von jedermann für

nicht-kommerzielle Zwecke genutzt werden können.

Der Vizepräsident des Peregrine Fund, Rick Watson, sagte dazu:

 

"“We are pleased to make this information available at no charge to anyone interested in how climate change could

affect species that are adapted to the cold, harsh conditions of the Arctic region,” said co-editor Rick Watson, vice

 president of The Peregrine Fund. “Armed with good science, we may be able to identify specific steps that would help

 preserve the Gyrfalcon, its prey, and many other species.”

 

(“ Wir freuen uns, diese Informationen für alle kostenfrei zur Verfügung stellen zu können, die daran interessiert sind, wie

 der Klimawandel speziell an die kalten, harten Bedingungen der Arktis angepasste Arten betreffen könnte. Gewappnet

 mit seriösen wissenschaftlichen Erkenntnissen wird es uns so vielleicht möglich sein, Schritte aufzuzeigen, die den

Gerfalken, seine Beute und viele andere Spezies erhalten können.“)

 

Der Gerfalke ist z.Z. noch mit guten Bestandszahlen in einem riesigen, zirkumpolaren Gebiet verbreitet. Jedoch wird bis

 zum Jahre 2100 ein starker Bestandseinbruch vorhergesagt, dessen Gründe hauptsächlich in klimabedingten

 Habitatverkleinerungen und dem Ausbleiben der zyklischen Populationsmaxima der Schneehühner und anderer

 Beutetiere zu suchen sind.

 Unter den zahlreichen Sponsoren der Konfernz finden sich z.B. die Environmental Agency-Abu Dhabi, die Prince

Albert II of Monaco Stiftung, der Trust for Mutual Understanding, der National Park Service, und der U.S. Fish and

 Wildlife Service. Initiiert wurde der wissenschaftliche Diskurs von den Falknern des Peregrine Fund, der Boise State

University und dem U.S. Geological Survey.


Die Ergebnisse dieser interessanten und wichtigen Konferenz sind ab sofort online unter

http://www.peregrinefund.org

 

verfügbar und werden voraussichtlich im Februar auch in gedruckter Form erscheinen.